Was ist IFA?

Interaktionelle Fallarbeit (IFA) ist ein spezialisiertes Konzept für psychotherapeutische Gruppenarbeit. Es richtet sich an Fachkräfte in Berufen, in denen die Beziehungsgestaltung zwischen Professionellen und Klienten zentral ist.

Das Konzept entstand aus der Reflexion der Therapeut-Patient-Beziehung. Es zielt darauf ab, die interaktionelle Kompetenz praktisch tätiger Therapeutinnen und Therapeuten durch die Reflexion und Veränderung der therapeutischen Beziehungsgestaltung zu erhöhen. Das Konzept ist dabei auch auf andere Berufsgruppen übertragbar.

Die Arbeit nutzt Gruppeninteraktionen und psychotherapeutische Methoden.

Hier finden Sie das Programm zum IFA-Kongress 2026 (PDF).

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IFA-Poster – Interaktionelle Fallarbeit ## Wie arbeiten die Gruppen?

Die IFA-Gruppen treffen sich regelmäßig in einem geschützten Rahmen:

Typischer Ablauf einer Sitzung

Fallvorstellung

Eine Therapeutin oder ein Therapeut schildert eine schwierige Beziehungs­situation aus der eigenen Praxis. Die Gruppe gibt Resonanz und arbeitet gemeinsam an einem vertieften Verständnis.

Ebenenwechsel

Die Gruppe arbeitet kreativ mit Symbolen und spielerischen Methoden, um neue Perspektiven auf die geschilderte Situation zu entwickeln. Durch den Wechsel von verbal-begrifflicher hin zur impliziten Ebene sollen begleitende Emotionen intensiver erlebt und bearbeitet werden können.

Abschluss

Die vorstellende Person kann durch die angebotenen Perspektiven emotionale Entlastung erfahren und praktische Ansätze für die Neugestaltung der Beziehungssituation gewinnen.

Hier finden Sie Ihre IFA-Gruppe

Die Gruppen werden von zertifizierten IFA-Leiterinnen und IFA-Leitern geführt. Alle Angebote werden als Fortbildungsveranstaltungen zertifiziert. Der Preis für eine Doppelstunde sollte ca. 22 € betragen.

Bitte nehmen Sie selbständig Kontakt mit der Gruppe Ihrer Wahl auf.

Berlin 4 Angebote
Brandenburg 4 Angebote
Mecklenburg-Vorpommern 2 Angebote
Sachsen-Anhalt 2 Angebote
Sachsen 11 Angebote
Thüringen 3 Angebote

Wie werde ich IFA-Leiter?

Voraussetzung für die Qualifikation zum IFA-Leiter ist eine abgeschlossene Aus- oder Weiterbildung in Verhaltenstherapie zum psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichentherapeuten, Fachpsychotherapeuten oder einer Facharztausbildung Psychiatrie/Psychotherapie bzw. psychotherapeutische Medizin sowie Zusatzqualifikation Psychotherapie.

Die Ausbildung erfolgt im Baukastensystem, es werden Workshops über insgesamt 100 Stunden neben eigener Leitererfahrung unter Supervision sowie eigene IFA-Arbeit als Mitglied einer Gruppe verlangt.

Der IVPt kooperiert mit dem Institut für Verhaltenstherapie, welches Workshops zur Ausbildung anbietet. Dort können Angebote über aktuelle Workshops abgerufen werden.